Kuhardt

Ortsgemeinde Kuhardt

Kuhardt gehört zur Verbandsgemeinde Rülzheim im Landkreis Germersheim.
Mit 1911 Einwohnern (Stand: 31.12.2014) ist Kuhardt die kleinste Ortsgemeinde der VG Rülzheim. Ortsbürgermeister ist Roland Eiswirth (CDU).

Das Örtchen Kuhardt liegt in der südlichen Pfalz inmitten des Städtedreiecks Landau, Speyer und Karlsruhe.

Unter dem Namen “Cohart” wurde der Ort erstmals im Zusammenhang mit der Stiftung des Hördter Klosters am 9. Februar 1103 urkundlich erwähnt.
Der Ort fiel um 1200 an die Burg Leimersheim, diese wiederum und damit auch Kuhardt, Neupotz und das später untergegangene Dorf Winden kamen am 2. Mai 1270 zum Kloster Hördt.
Im Jahr 1505 erhielt Kuhardt eine neue Kappe, die siebzehn Jahre später unter das Patronat der heiligen Anna gestellt wurde.

Mit dem Ende des Chorherrenstiftes kam Kuhardt im Jahr 1556 an die Kurpfalz. Im Dreißigjährigen Krieg wechselte die Herrschaft mehrfach, am Ende des Krieges lebten nur noch vier Familien im Ort. Auch danach war der Ort in die folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen verwickelt. Erst nach dem spanischen Erbfolgekrieg (1701 bis 1714) kehrte einigermaßen Ruhe ein.

Das äußerte sich auch im Bau einer neuen Kirche im Jahr 1758 und einem Schulhausbau 1789, dem ein neues Schulhaus bereits im Jahr 1826 folgte. Die wachsende Gemeinde wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1844 erstmals selbstständig. Dem vorangegangen waren Beschwerden über die mangelnde Pflege der örtlichen Gebäude, auch waren keine zeitgemäßen Feuerlöschutensilien im Ort.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann ein umfangreicher Tabakanbau das Dorf zu prägen, ebenso entstand eine Ziegeleiindustrie, die überregional bekannt wurde.
Es folgte der Ausbau der Infrastruktur: Zunächst kam 1921 der Anschluss ans Stromnetz, in den 1950er Jahren folgten Wasserleitung, Kanalisation und Kläranlage. 1957 wurde außerdem eine neue Kirche gebaut. In den 1960er und 1970er Jahren kamen Schule, Sporthalle und Aussegnungshalle dazu.

1971 nahm Kuhardt erfolgreich am Bundeswettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden” teil.
Der sprichwörtliche Fleiß der Bevölkerung, machte die Kuhardter Ziegeleiarbeiter bis vor dem Zweiten Weltkrieg zu gesuchten Spezialisten in süd- und südwestdeutschen Brennöfen.

1972 wurden die Ortsgemeinden Kuhardt, Hördt, Leimersheim und Rülzheim auf der Grundlage des “Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz” zur Verbandsgemeinde Rülzheim vereint.

Das idyllische Dorf Kuhardt blickt als ehemaliges Tabak- und Zieglerdorf auf eine mehr als 900 Jahre alte Geschichte zurück. In Erinnerung an das im Jahre 1522 gestiftete Benefizium zur Heiligen Mutter Anna, die Schutzpatronin der Gemeinde, wird noch heute das “St. Annafest” gefeiert.
Feste und kulturelle Veranstaltungen zeugen von einer regen Vereinstätigkeit und einem lebendigen Dorf, in dem auch Traditionen gelebt werden.

Das liebevoll eingerichtete Heimatmuseum, zu dem auch das 1835 erbaute “Wachthäusel”, in früherer Zeit Dienstsitz des Nachtwächters, gehört, lockt viele Besucher von nah und fern.

Einbruch in Wohnhaus

Einbruch in Wohnhaus

Kuhardt (ots)

Zwischen Sonntagmittag, dem 31.10.2021, 12:30 Uhr, und Montagmorgen, dem 01.11.2021, 00:45 Uhr, wurde in ein Zweifamilienhaus in der Ringstraße in Kuhardt eingebrochen. Der unbekannte Täter verschaffte sich durch ein Fenster im rückwärtigen Bereich des Erdgeschoßes gewaltsam Zugang in den Wohnraum einer Wohnpartei und entwendete dort diverse Gegenstände. Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich auf wenige tausend Euro. […]

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